Der Ehrenhain, Seite 6

Tage vor der Kranzniederlegung kursierten Gerüchte, der Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, Markurth (SPD), hätte die Kranzniederlegung an den Gedenksteinen untersagt.
Dem war aber nicht so. Gemeint war die Kranzniederlegung von Vertretern der Stadt. Obwohl viele Jahre immer dabei, wurde diese Weisung von den Fraktionen der SPD und DIE GRÜNEN  befolgt, nicht aber von der Stellv. Bürgermeisterin, Friederike Harlfinger (CDU). Sie hatte ihre positive Entscheidung eigenverantwortlich getroffen.

B1
Im nebenstehenden Bericht des Herrn Fiene von der BZ, stellt er fest, dass bei einer Kranz- niederlegung die Stadt Braunschweig unangenehme Fragen von der Gemeinde Roselies zu erwarten hätte. Wieso eigentlich? Ist ihm eigentlich bekannt, dass an unseren Gedenksteinen
an alle Opfer und Gefallenen beider Kriege gedacht wird? Wir aber dort keine Kriegs-
ereignisse glorifizieren!? Seit 100 Jahren hat aus Roselies nie einer nachgefragt, wie die Stadt Braunschweig und ihre Bewohner ihrer Kriegsopfer gedenken. Warum soll sie denn
gerade jetzt Anstoss an einer Kranzniederlegung nehmen, wo diese doch in keiner Weise mit    Geschehnissen in Roselies in Verbindung gebracht werden kann? Seit 2010 sind alle
Gedenkreden zum Volkstrauertag auf dieser Website nachlesbar, auch für die Gemeinde
Roselies. Und sie würde gewiss daran nichts Unrechtes  finden. Und wie kommt Herr Fiene
zu dem Schluss, dass auf dem gezeigten Gedenkstein kriegerische Taten verherrlicht werden? Tradition bedeutet doch nicht gleich Verherrlichung!

B2

B3 Am 16.11.2014 dann die Feierlichkeiten zum Volkstrauertag im Ehrenhain der Traditionsverbände. B3-1
B4 Und hier sehen wir sie, die Protestler, sechs
Personen an der Zahl. Von den BIBS Ratsherr Rosenbaum, aus Bequemlichkeit sein Transparent
auf den Gedenkstein abstellend, Frau Rosenbaum
und Frau Brigitte Dittrich, beide ihren Protest auf
den Plakaten zeigend.

Weitere Informationen über den Volkstrauertag
2014 finden Sie unter -Veranstaltungen, -2014, -Volkstrauertag.
B5

B6

Der obige Bericht von den Herren Markus Brich und Rainer Heusing (BZ) ist entgegen der sonstigen Berichterstattung sachlich gehalten. Nur die darin aufgeführte Mutmaßung von Frau
Brigitte Dittrich über das Ausbleiben einer Antwort aus Roselies, zeugt von ihrem Unwissen. Was wusste die Gemeinde Roselies hundert Jahre nach einem Krieg von der Stadt Braun-
schweig und von den damals im Kriegsgeschehen eingesetzten deutschen Soldaten? Gewiss sehr wenig. Sie erinnerten alle Jahre an ihren Gedenktagen an ihren Denkmälern an die
Gefallenen und Toten wie wir es auch an unseren Steinen alle Jahre tun. Uns eine Ehrung von Soldaten, die Greultaten begangen haben zu unterstellen, zeugt von keinerlei Sachverständnis.
Erst ein Herr Rosenbaum hat längst verheilte Wunden aufgerissen.Und der Grund? Mitgefühl und Nächstenliebe? Oder hatte er erhofft, die Errichtung des Ehrenhaines damit verhindern
zu können? In einer der Folgeseiten werden Beiträge aus der Zeitung der BIBS zu lesen sein. Und hier sei schon gesagt, in Roselies wird auf den Gedenksteinen nur an drei im
Krieg 1914/18 getötete Zivilisten gedacht.

                                                                                                                                                                         B6-1
B7
B8
B9
B10



B11

Es ist schon etwas verwunderlich, dass ein Bürgermeister seine extra für die Presse aufgearbeitete Rede der Zeitung mit der Bitte übergibt, sie zu veröffentlichen. In dieser Rede geht es
u. a. auch um die Thematik Roselies und seine daraus resultierende Weisung, keine Kränze an unseren Gedenksteinen von Vertretern der Stadt Braunschweig niederlegen zu lassen.  
Wollte er sich mit obigen Text erklären? Erstaunlich ist auch, dass noch viele Menschen von Ereignissen vor hundert Jahren persönlich betroffen sein sollen. Bleibt zu hoffen, dass er in
seiner Anteilnahme auch Nachkommen der gefallenen deutschen Soldaten mit einbezogen hat. Auch ist es eigenartig, einen Monat nach Amtsantritt, eine Erinnerungspartnerschaft
vorzuschlagen, ohne zu wissen, was sich vor hundert Jahren in der Ortschaft Roselies wirklich zugetragen hatte. Warten wir also ab, wie die diesjährige Gedenkveranstaltung zum
Volkstrauertag verläuft. Zu seinem letzten Satz bleibt nur zu sagen, siehe die Gedenkreden zu den Volkstrauertagen 2010 bis 2014.

In der folgenden Seite 7 wird aus der Zeitung der BIBS und über die Ereignisse des Jahres 2015 berichtet.

21.09.2015                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  Armin Lienstädt

Seite: 1    2    3    4    5    7    8    9    10   11   12   
Pfeil links