Der Ehrenhain, Seite 9

War es der Wunsch der BIBS (siehe Schreiben Frau Rosenbaum v. 18.08.2016 
auf Ehrenhain Seite 8) den Garten der Erinnerung gleich hinter dem Regenrückhalte-
becken Möncheweg erstellen zu lassen, hat der Rat der Stadt nun eindeutig Stellung
bezogen und einen Ort in der ehemaligen Roselies-Kaserne dafür bestimmt. Damit
ist auch eine Aussage der BIBS „Eine Erinnerungsstätte für die Opfer soll nun den
bisherigen „Ehrenhain“ der Täter ersetzen“, nachzulesen in der Zeitung der Bürger-
initiative/BIBS, Nr. 12, November 2014, hinfällig. Somit ist auch nicht zu befürchten,
dass die Gedenkfeier der Braunschweiger Traditionsverbände am Volkstrauertag
von der anderen Seite des Beckens störend beschallt wird.
 
Lesen Sie dazu nebenstehenden Bericht der Braunschweiger Zeitung von Ann 
Claire Richter vom 15.09.2016, in der sie ihre Gedanken und die der Verantwort-
lichen für die Schaffung des Gartens der Erinnerung darlegt.

Doch wie sollen Äußerungen über „sichtbares Zeichen der fortschreitenden 
Versöhnung“ und „mit Leben erfüllen“ verstanden werden? Nach 100 Jahren immer 
noch keine Versöhnung? Und jetzt dieser Platz mit ein paar Steinplatten aus Belgien,
belgisches Spalierobst und Rosen der Sorte  „Friedenslicht“. Da kann man nur 
gespannt sein, wie sich die „Eröffnung des Gartens“ darstellt und er dann mit Leben 
erfüllt wird.

Es ist ja lobenswert, wenn hier vor Ort ein friedliches Nebeneinander zelebriert wird,
doch meine ich, der am 22.08.2015 an der Gedenkfeier in Roselies teilgenommen hat,
sollte auch die belgische Seite ihr Gedenken friedfertiger darstellen. Siehe Roselies,
Seite 1 und 2 dieser Seite. Und auch in diesem Jahr waren die 4-tägigen Gedenk-
veranstaltungen wieder mit militärischen Einlagen gefüllt. Erstaunlich nur, dass sich
die BIBS dazu nicht äußern. Siehe "Belgisches Gedenken 2016". Leider ist die
Übersetzung nicht ut gelungen.
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Am 22.10.2016 legt in einer Pressemitteilung die Stadt Braunschweig 
dar, warum  sie den Ort für den Erinnerungsgarten innerhalb des 
Geländes der ehemaligen Roselies-Kaserne legen will und nimmt auch 
Stellung zu dem Antrag der BIBS.  Auch ist dort der Text der neuen Informationstafel zu  lesen. Siehe Pressemitteilung Seite  1,  Seite  2.

Auf der Online-Plattform „Alarm 38“der BZ meldet sich am 
23.09.2016 nun auch der Bezirksbürgermeister zu Wort und reagiert 
damit auf einen Brief von Till Rosenbaum an Oberbürgermeister 
Markurth.  Aber Neues ist darin nicht zu finden, aber immerhin ein 
Bericht und ein Bild. Siehe nebenstehenden Zeitungsbericht.

Und noch eine Anmerkung zu der Info-Ecke im ersten Bericht von 
Ann Claire Richter.
Wenn schon aus dem Bericht der Forschungsgruppe zitiert wird, 
dann sollte doch eine dort stehende Passage bitte nicht verstümmelt wiedergegeben werden. Nachstehend wörtlich der angesprochene 
Text aus dem Bericht von Ole Zimmermann, Seite 20: „Während 
der Kämpfe ließ ein Offizier des IR 92 im nördlich von Roselies 
liegenden Tergnée 12 Gefangene, zehn Zivilisten und zwei französische Soldaten, wahrscheinlich aus Vergeltung, erschießen“.

Alle Getöteten stammen nicht aus Roselies.


Unten sehen Sie in der ersten Reihe die Protestaufhänger, in der zweiten Reihe den unmittelbar angrenzenden Raum gegen Norden, Westen und Süden.

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07.11.2016                                                                                                                                                                                                                                                                                  Armin Lenstädt
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