Das Panzerbataillon 24 in Braunschweig
1996  -  1998


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                                                                                                 Braunschweiger Zeitung, 23. Febr. 1996
Am 22. Febr. 1996 bekommt die Stabs- und Versorgungskompanie einen
nicht alltäglichen Auftrag. Mit einem Bergepanzer wird ein Liniengelenkbus der
Verkehrsbetreibe geborgen, der auf vereister Fahrbahn in ein Regenrück-
haltebecken nahe der Lindenbergsiedlung gerutscht war.
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Die 6. Kompanie (ehemals 3./23, ab 1991 Unteroffizierlehrkompanie), im Febr. 96
auf dem TrÜbPl PUTLOS, wird bei der Schneekatastrophe in Schleswig-Holstein eingesezt. Ihr Auftrag: Bergen festgefahrener Fahrzeuge, Räumen und Freihalten
der Strecke Weißenhäuser Strand - Putlos, Räumen und Freihalten der Gleis- und Schienenanlagen des Bahnhofs Putlos.
Am 10. April 1996 wird das Panzerbataillon von  Oberstlt Biegel an Oberstlt Buck
übergeben. Er ist der 13. Kommandeur des Panzerbataillons 24

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Am 27.06.1996 wird dem PzBtl 24 durch
den Innenminister des Landes Nieder-
sachsen, Gerhard Glogowski, für die Verdienste während der über 30jährigen Stationierung in Niedersachsen, ein Fahnenband verleihen.
Die im Dezember 95 begonnene Vorbereitung der Übergabe der 53 KPz
Leop A2 an das spanische Heer endet mit der Übernahme im Juni 1996.
Nach 19 Jahren übt wieder das PzBtl 24 mit 2./ und 3./ in SHILO/-
KANADA den scharfen Schuß. Gleich zu Beginnn hatten sich der deutsche Militärattaché und der kanadische Verteidigungsminister angekündigt.
Höhepunkt der Ausbildung war das BtlGefSchießen. Im November
erfolgt eine KSE-Kontrolle durch Angehörige der russischen Streitkräfte.
KSE steht vereinfacht ausgedrückt für gegenseitige Rüstungskontrolle.
Aber welche gefährlichen Rüstungsgüter vermuteten die Kontrolleure in
der Mannschaftskantine? Nach Aussage des Kantinenwirtes Heitmann,
kann es sich nur um simple Neugier gehandelt haben, da der Herr mit der Kamera nur ausgiebig das Verkaufssortiment inspizierte.
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Hat sich hier der kleine Ortsteil
Rautheim nicht übernommen? Alle Kompanien des Bataillons haben
schon Patenschaften mit
Gemeinden im Umland geschlossen. Oder ist nur eine Patenschaft mit dem Bataillonsstab angedacht, wie 1997
in der Chronik berichtet wird?
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Im April 1997 verlegen die 2. und 5. Kompnie auf den Truppenübungsplatz BERGEN. Die 6. Kompanie wird im gleichen Monat umbenannt in
7. Kompanie. Und im Juni üben schon wieder die Soldaten der 1./, 2./ und 5./ auf dem kanadischen Übungsplatz SHILO/KANADA. Im Juli
wird die 4./, zzt. Rekrutenkompanie, logistisch unterstützt durch die 1./24, eingesetzt im Rahmen des Katastrophenschutzes beim Oderhochwasser
in HOHENWUTZEN. (Anmerkung: Und wieder wüten zzt. gewaltige Hochwasser an Donau, Saale und Elbe). Zum Jahresende noch ein
besonderes Ereignis, welches die 3./24 in ihrer Chronik kurz und bündig festgeschrieben hat: November 1997, Einführung des Mülltrennsystems
in der Heinrich der Löwe-Kaserne.

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General Dr. Reinhardt (Bildmitte), BefH HFüKdo, besucht am 28, Mai das PzBtl 24. Im Vordergrund rechts der BtlKdr, Oberstleutnant Buck. Im Februar 1998 übergibt der Kdr der PzGrenBrig 1,
General Dr. Oetting, das Komanndo von Oberstlt Buck
an Oberstlt Wiegand.
Oberstleutnant Buck meldet sich ab. Es ist seine letzte Fahrt mit einem Kampfpanzer Leopard 2 in der Roselies-Kaserne.

Im Febr. verlegt der Aufklärungs- und Verbindungszug des Panzerbataillons unter der Leitung von HptFw Loose mit 26 Soldaten zur Winterkampfschule der Bundeswehr nach Mittenwald. Nach Grundsatzunterrichten und praktischer Ausbildung wurde in 1700 m Höhe ein Basislager eingerichtet. Hier wurden unter anderem bei einer Schneehöhe von ca. 2m Schneehütten erichtet, in denen auch übernachtet werden mußte. Ein besonders anstrengendes Erlebnis für die Panzersoldaten war die 72 Stundenübung mit der Besteigung des 2100 m hohen  Krottenkopfes.
Im März unterstützen 150 Soldaten die Polizei bei der Aufklärung des Verbrechens an Markus Wachtel in Peine/Stetersdorf.

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Am 15.-17. Juni 1998 erfolgt eine KSE-Inspektion durch eine Delegation der russischen Förderation.

Im Juni führt das Btl zusammen mit dem VBK 23 einen StOTag auf dem StOÜbPl CREMLINGEN durch. Ca. 9000 Gäste wurden betreut.

Rechtes Bild.
Durchführung des "Feierlichen Gelöbnis" im Juli für die Rekruten der PzGrenBrig 1 in der Roselies-Kaserne. Am Rednerpult MdB Frau Professor Dr. Schuchardt.
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B12 Oberstlt Wiegand und Frau Professor
Dr. Schuchardt beim Abschreiten der Ehrenformation. Kritisch betrachtet
von Gen a. D. von Rodde, Oberstlt
Althoff und Gen a. D. Hassler.
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06. Juni 2013                                                                                         Ende Teil 17                                                                                   Armin Lienstädt